Sehr geehrter Somuncu,

15.06.16 Serdar
\"Wir sind die, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben\" Wer hätte gedacht, dass das mal in geringfügig abgewandelter Form auf Deutsche mit türkischem Migrationshintergrund zutreffen würde. \"Ihre Landsleute in D sind diejenigen vor denen Sie uns immer gewarnt haben\"
Leider muss ich hier die sprachliche Trennlinie ziehen. Ich bin selbst Deutscher mit Migrationshintergrund. Mein Großvater war Tscheche, meine Großmutter Österreicherin, aber wenn ich mich heute in die Tschechei oder nach Österreich sehen würde, dann würde ich dorthin ziehen. Das kann ich ihren Deutschen mit türkischem Migrationshintergrund empfehlen. Gehen sie dorthin, wo sie sich zuhause fühlen. In dem Gespräch Di, 14.06.16, 21.45 Uhr: Report München extra, erwähnten Sie, solange man eine Leitkultur in D fordere verhindere man die Integration der türkisch stämmigen in D. Bitte bedenken Sie auch, dass das Thema in anderen Ländern, wie z.B. in den USA weniger Diskussionsstoff hergibt. Lesen Sie bitte mal nach: http://zettelsraum.blogspot.de/2010/07/zitat-des-tages-der-eid-den-man-bei-der.html Oder denken Sie, sie haben damit in der Türkei mehr Erfolg? Gehen sie dort hin und versuchen sie es! Mich wundert, wie findig Sie sind, den Deutschen, die hier leben die Schuld zuzuweisen. Sie haben sich damit die Augenbinde angelegt, die Sie vor dem Versagen ihrer eigenen Tätigkeit hier in D brauchen um weiter zu machen. Deutschland macht 77 Jahre nach der Vertreibung der Juden aus D erstmals ernst mit der Verurteilung jeglichem Völkermords, nicht und dem der eigenen Nation und ich hoffe auch bald des größten je begangenen Völkermords mit 10 mill. Toten (Belgischer König Leopold II.) und dem der Nordamerkianischen Indianer, etc. pp. Das deutsche Leiden neigt sich dem Ende zu, Gott sei Dank, die dümmste Nation Europas scheint langsam zu sich zu kommen. Bassam Tibi, prägte den Begriff \"Leitkultur\" um sich gegen den Islamismus abzugrenzen, wobei mir nicht klar ist, was er unter \"abendländisch-europäischen Wertekanon\" verstehen möchte. Der Islam war in Europa noch nie Teil der Kultur. Ich wäre gespannt wie man das vermitteln will, denn der Islam im 7. Jh. war toleranter als der, wahabitischer Prägung, der seit dem 19. Jh. über den gesamten mitterlen Osten verbreitet wurde. Der IS ist keineswegs neu, es ist lediglich eine Neuauflage des Wabitismus des 19. Jh., der nun auch in unser Land geschwappt ist und an den sich anscheinend ihre Landsleute mit 44%, der insgesamt 3300 jährlich amtskundig gewordenen Zwangsehen beteiligen. Ich denke dass Sie durch ihre Fokussierung auf den deutschen Nationalismus prinzipiell mental erblindet sind. Sie haben nicht bemerkt wie viel Ablehnung von D-Türken, gegen den Staat in dem sie leben und arbeiten, seit vielen Jahren gehegt wurde. Ein offenes Wort dazu vermisse ich nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei ihren Kollegen. Fürchten Sie sich etwa? Beste Grüße Willibald Limbrunner
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